Dorstalgie macht sich auf Facebook breit

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Ja, so fing es an … Gerade mal einen Monat war es her, dass Klaus Strube die Facebook-Gruppe „Du weißt, dass Du aus Dorsten kommst“ gegründet hatte. Schon nach ein paar Tagen ‚erfand‘ Dirk Werwer die passende Bezeichnung ‚Dorstalgie‘, also das Wort, das ‚Das Wort des Jahres 2011‘ in Dorsten wurde.

Vor fast sechs Jahren, am 23.09.2011, als es in Dorsten noch die WAZ gab, schrieb Barbara Seppi (und fügte ihrem Artikel auch dieses Luftbild von Dorsten aus dem WAZ-FotoPool zu):

„Dorsten … Gleich mehrere Facebook-Gruppen erinnern an Vergangenes. So kennzeichnet einen Dorstener, wenn er „im Gesundheitsamt an der Bismarckstraße zur Schluckimpfung musste“, einen Lembecker, wenn er sich noch an die Disco im Schloss erinnert.

Wenn die Großmutter heutiger Mittvierziger vor 30 Jahren mal einen Satz begann mit „Früher . . .“ – da rollte der Teenager mit den Augen. Aber das Leben ist ein Kreislauf und der Teenager von einst geht heute selbst aufs Großelternalter zu. Nur: Er muss nicht mehr die Enkel mit ollen Kamellen nerven, sondern hat mit dem Internet ein hervorragendes Medium zur Verfügung, um mit Gleichgesinnten über gute alte Zeiten zu plaudern.

Zum Beispiel im Netzwerk Facebook, wo es seit einigen Wochen Seiten gibt, in denen „Dorstalgiker“ unter dem Motto „Du weißt, dass Du aus . . . kommst“ Kindheitserinnerungen austauschen. Angefangen hatten die Barkenberger, die momentan mit 1078 Mitgliedern die zweitgrößte Gruppe bilden. Auf Dorstens Seite, die auch die Stadtteile Hardt, Hervest und Holsterhausen mit einbezieht, unterhalten sich bereits mehr als 1400 Personen über vergangene Tage. Lembeck, Rhade und Hervest haben sich auch schon selbstständig gemacht und versammeln jeweils einige hundert Teilnehmer. Die Internet-Gemeinde schwelgt aber nicht nur in Erinnerungen, sondern diskutiert auch lebhaft über aktuelle Nachrichten aus der Heimatstadt. Einige launige Beispiele der Facebook-Seiten
„Du weißt, Du kommst aus
Dorsten, Hardt, Hervest oder Holsterhausen . . .
„. . . wenn Du beim Kiosk Kuhn für 50 Pfennig ‘ne Bunte Tüte gekauft hast: Für 5 Pfennig von Nr. 3, für 5 Pfennig von Nr. 23… wie viel Geld hab ich noch, Frau Kuhn?“
„. . . wenn Du auch im Freibad schwimmen gelernt hast“
„. . . wenn Du noch im Gesundheitsamt an der Bismarckstraße zur Schluckimpfung musstet“
„. . . .wenn Du Dich erinnerst, dass die Lippestraße noch keine Fußgängerzone war“
„. . . wenn Du im Kanal schwimmen gelernt hast“
„. . . wenn Du im Winter auf dem zugefrorenen blauen See Schlittschuh gelaufen bist“

Lembeck . . .
„. . . wenn du als Pingstbrut von Haus zu Haus gelaufen bist“
„. . . wenn Du Dich noch an die Disco im Schloss erinnerst“

Rhade . . .
„. . . wenn Du bei der Lotto-Annahmestelle immer noch den Ausweis vorzeigen muss, obwohl Du schon 2 x 18 bist!“
„. . . wenn es keinen wundert wenn du im Schlafanzug eben zu den Nachbarn rüber gehst um einen Kaffee zu trinken“.
„. . . wenn der Männer-Gesangsverein in Nachbars Garten nach der Fahrradtour fröhlich Lieder trällert!“

Hervest . . .
„. . . wenn Du noch weißt, dass der Wochenmarkt am Brunnenplatz war.“
„. . . wenn Du weißt, dass auf dem Scheven-Platz mal ein Toilettenhäuschen stand.“
„. . . wenn Du dich heute noch an das Heulen der Sirene der Zeche erinnern kannst.“

Barkenberg . . .
„. . . wenn Du weißt, dass am Kiosk Bruns in der Barkenberger Allee mal ein Pommesautomat aufgestellt war. Und die Pommes nach purem Altöl schmeckten!!“
„. . . .wenn Du mit Rollschuhen die Unterführung bei Dr.Kaspers runtergeschossen bist und dich sowas von auf die Nase gelegt hast“ „

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